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Familienhilfen

Die Angebote der Familienhilfen richten sich an ein behindertes, ein von Behinderung bedrohtes oder entwicklungsverzögertes Kind (Jugendlichen/jungen Volljährigen).
Sie richtet sich außerdem auch an Familien mit einem von Behinderung bedrohten oder betroffenen Elternteil.
Unsere Arbeit ist Ressourcen orientiert und wir haben das Familiensystem im Blick.
Wir entwickeln Ziele und Perspektiven, helfen in Krisensituationen, geben Stabilität und erarbeiten Strukturen zur Alltagsbewältigung und helfen bei der Verarbeitung der Einschränkung.

1. Heilpädagogische Familienhilfe (analog zur Sozialpädagogischen Familienhilfe) 
Das Angebot richtet sich an Familien mit einem behinderten oder von Behinderung bedrohten Familienmitglied (Kind oder Erwachsener). Hier wird Hilfe bei der Erziehung geleistet und das gesamte Familiensystem bei vielfältigen Aufgaben (beispielsweise Verhaltensprobleme bei einzelnen Familienangehörigen, Probleme im Zusammenleben, Trennungssituationen, Schwierigkeiten im Kontakt mit Einrichtungen) unterstützt.

2. Begleitete Elternschaft 
Dieses Angebot richtet sich an Eltern oder Elternteile mit einer geistigen Behinderung. Hier kann die Unterstützung schon in den letzten Wochen der Schwangerschaft erfolgen. Die Eltern werden bei ihren vielfältigen Erziehungsaufgaben unterstützt und Netzwerke werden gebildet. Wir bieten eine gute Zusammenarbeit mit der ambulant betreuten Wohnen der Lebenshilfe (aber auch anderen Anbietern). Den Eltern soll ermöglicht werden, dass ihr Kind bei ihnen aufwachsen kann.

3. Erziehungsbeistandschaft 
Diese Hilfe richtet sich an ältere Kinder und Jugendliche. Das Kind /der Jugendliche bekommt einen Mitarbeiter an seine Seite, der seine Interessen nach Außen Familie, Schule) unterstützt und wahr nimmt und bei der Klärung von Problemen sowie bei der Perspektive wie es zukünftig weiter gehen soll hilft.
 
4. Hilfen für junge Volljährige 
Für einen behinderten oder von Behinderung bedrohten jungen Erwachsenen ist es oft schwierig die Zukunft zu planen. Wir unterstützen den Ablösungsprozess und entwickeln Ziele und Perspektiven für das Erwachsenenleben bzw. die ersten Schritte in die Selbständigkeit. Dabei kann das Ambulant betreute Wohnen der Lebenshilfe mit eingebunden werden.

Wie bekommt man diese Hilfen? 
Die Familien müssen Kontakt zum zuständigen Jugendamt als Kostenträger der Maßnahme aufnehmen. Nach konkreter Anfrage des Jugendamts bei der Lebenshilfe Minden e.V. findet ein Erstgespräch mit dem zuständigen Mitarbeiter des Jugendamts in der Familie statt. Wenn eines der Angebote der Familienhilfen als geeignete Hilfeform gewünscht ist, wird ein individueller Hilfeplan durch die Leitungskraft in Zusammenarbeit mit der Familie (Kindes/Jugendlichen/jungen Volljährigen) erstellt und mit dem Jugendamt abgestimmt.
Unser Team besteht aus erfahrenen Heilpädagogen, Sozialpädagogen und Sozialarbeitern und arbeitet in guter Kooperation mit dem Jugendamt, allen weiteren Diensten der Lebenshilfe und den verschiedenen Hilfsdiensten und Beratungsstellen.
Wir beantworten auch gern Ihre Fragen.                             

Ihre Ansprechpartnerin:

Familienhilfen

Niepert, Gundula

Heilpädagogische Familienhilfe - Bereichsleitung

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